Wien | 6. bis 8. April 2016

Universität für angewandte Kunst Wien / Prof. Brigitte Kowanz / Transmediale Kunst
Wien, Heiligenkreuzer Hof, Ausstellungszentrum der Universität

LIFA Kolloquium Wien: Lichtkunst und Architektur

Seit 2014 treffen sich im Rahmen der LIFA-Colloquien Hochschullehrer_innen, Künstler_innen und Wissenschaftler_innen aus Deutschland und den angrenzenden Nachbarländern, um die künstlerische Auseinandersetzung mit physikalischem Licht als Material und Medium in Gegenwart und Geschichte zu diskutieren. In diesem Rahmen entstand auch die Forschungsinitiative LIFA-Research, die ein Internet-basiertes Archiv zu Licht in der Bildenden Kunst aufbaut. Im Mittelpunkt des Colloquiums an der Universität für angewandte Kunst Wien steht der fachliche Austausch über das Verhältnis von Lichtkunst und Architektur. Im Anschluss an die Vorträge wird die gemeinsame Diskussion im Kollegium und mit dem anwesenden Publikum gesucht. Die Veranstaltung ist hochschulöffentlich. Um eine Anmeldung wird gebeten: Office Brigitte Kowanz / Nicole Janata oder LIFA / Michael Schwarz.

Programm
Konzept und Planung: Brigitte Kowanz und Michael Schwarz

6. April 2016, 18.00 Uhr
Mischa Kuball, Köln/Düsseldorf
Lichtpolitik – über eine veränderte Form von Öffentlichkeit

Mischa Kuball praktiziert seit 35 Jahren im öffentlichen und institutionellen Raum – in seinem Eröffnungsvortrag fokussiert er sich auf Wirkungsweisen im Kontext sozialer und gesellschaftlicher Veränderungen in Bezug auf andere Formen von Öffentlichkeit. Seine Arbeits- und Praxisbezüge stammen aus Erfahrungen nach Erdbeben (Christchurch, NZ), nach Wiedervereinigung / friedlicher Revolution (Leipzig) und aus dem Umgang mit Geschichtsverständnis.

7. April 2016, 10.00 Uhr
Martina Tritthart, Wien
Lichtkunst und Architektur aus der Sicht der Künstlerin

Martina Tritthart unterhält in Wien ein künstlerisch-wissenschaftliches Raumlabor für die sinnliche Erkundung und Wahrnehmung des Raumes. U.a. recherchiert sie (künstlerische) Arbeiten, die mit Licht Raum konstituieren und die Betrachter über die Wahrnehmung mit einbeziehen. Cf. Lichträume – Raummodelle der Wahrnehmung. In: Raum_ Atmosphärische Informationen, hrsg. von Irmgard Frank, Zürich 2015.

7. April 2016, 12.00 Uhr
querkraft architekten, Wien
Lichtkunst und Architektur aus der Sicht des Architekten

Brigitte Kowanz hat 2007/08 im Neubau des Museums Liaunig in Neuhaus/Österreich die Arbeit »Position – N 46°38′47″ E 14°53′31″« realisiert. In die mehrfach ausgezeichnete, von Sichtbeton, Stahl und Glas beherrschte Architektur des Wiener Büros querkraft architekten interveniert die Arbeit und markiert den Abgang zur Gold-Sammlung.

7. April 2016, 15.00 Uhr
Christiane Maria Schneider, Neuss
Lichtkunst und Architektur aus der Sicht der Kuratorin

Mit rund vierzig Werken von Olafur Eliasson ist die Sammlung Boros in Berlin eine der umfangreichsten Sammlungen von Arbeiten des dänisch-isländischen Künstlers weltweit. Der Sammlung wurde in 2015 in der Langen Foundation gezeigt und war dort von Christiane Maria Schneider und Christian Boros kuratiert worden. Im Zusammenspiel mit der minimalistischen Museumsarchitektur von Tadao Ando, die selbst Kunst und Natur in einer einmaligen Synthese vereint, entstand ein spannungsvoller Dialog zwischen der Architektur und den ausgestellten Arbeiten.

7.4. 2016, 17.00 Uhr
realities:united, Berlin
Lichtkunst Architektur aus der Sicht der Architekten

Für die Brüder Jan und Tim Edler steht fest: Gebäude kommunizieren mit ihrer Umgebung. Diese These belegen sie anhand ganz unterschiedlicher Arbeiten, die sie selbst als Architekturtuning nennen. Seit der Gestaltung der Medienfassade am Kunsthaus Graz (2003) hat die Künstler/Architektengruppe weltweit mit zahlreichen Architekten kooperiert, u.a. mit BIG – Kopenhagen, Coop Himmelb(l)au – Wien, Foster & Partners – Berlin/London. Sie entwickelten oft eine Medienfassade, die kein Raster und keine gleichmäßige Dichte mehr hat, also selbst Teil der Architektur wird.

8. April 2016, 10.00 Uhr
Bettina Catler-Pelz, Daniel Hausig, Michael Schwarz
LIFA Research: Stand der Dinge und nächste Schritte

8. April 2016, 14.00 Uhr
Ende