LIFA Info

Forschungsnetzwerk „Licht in der Bildenden Kunst“
Arbeitsgruppen, Projekte, Forschungs- und Lehrmaterialien

Physikalisches Licht als Material und Medium hat seit Mitte des 20. Jahrhunderts an Bedeutung in der künstlerischen Produktion und im öffentlichen Interesse der Fachgemeinschaft gewonnen. Eine stetig wachsende Zahl an Projekten und Festivals, Ausstellungen und Publikationen, Förderkulissen und Auszeichnungen sind dem Licht in der Kunst gewidmet. Ausstellungen wie „Le Mouvement“ (1955, Paris, Galerie Denis René), Documenta (1964, Kassel, Fridericianum), „The Responsive Eye“ (1965, New York City, Museum of Modern Art), „KunstLichtKunst“ (1968, Eindhoven, Vanabbe-Museum) „Lichtkunst aus Kunstlicht“ (2005/2006, Karlsruhe, ZKM), „Light in Darkness“ (2010, Düsseldorf, Zero Foundation), „Dynamo“ (2013, Paris, Grand Palais), „Light Show“ ( 2013, London, Hayward Gallery) oder „ZERO“ (2015, Berlin, Martin-Gropius-Bau) reflektieren das künstlerische Interesse. Auch die Auslobung des Deutschen Lichtkunstpreises (Kunstmuseum Celle, seit 2014) und des Internationalen Lichtkunstpreises (Zentrum für Internationale Lichtkunst Unna, seit 2015) belegen die wachsende Aufmerksamkeit.

In den letzten zehn Jahren fungiert der Begriff „Lichtkunst“ wie ein ergänzendes Label für künstlerische Positionen, die Tages- und technisches Licht integrieren, die mit Lumineszenz als bildnerischem oder plastischem Material arbeiten oder die, die auf Licht als Bildträger nutzen. Mit der Ausstellung „Lichtkunst aus Kunstlicht“ 2005/2006 im Zentrum für Kunst und Medientechnologie (ZKM) in Karlsruhe hat sich der Begriff „Lichtkunst“ in den Kontexten der Bildenden Kunst durchgesetzt. Der Begriff legt die Verwandtschaft zu Videokunst oder Medienkunst nahe, wie sie im 20. Jahrhundert geprägt wurden. Es sind Kunstformen, die eng mit der Entwicklung technischer Möglichkeiten verwoben sind und zugleich neue ästhetische Optionen generieren.

LIFA Colloquien

Im Rahmen der LIFA Colloquien treffen sich Künstler_innen, die mit Licht als Material oder Medium arbeiten und zugleich an Hochschulen lehren. Neben Austausch und Diskussion ist das gemeinsame Interesse eine vielstimmige Reflexion der aktuellen Entwicklungen. In 2014 fand das erste LIFA Colloquium an der HBKsaar statt. Im Rahmen des UNESCO Internationalen Jahrs der Lichts fand ein Treffen im Februar 2015 in Hamburg statt, ein zweites im November 2015 in Saarbrücken. Die interdisziplinären Treffen von Künstler_innen, die Licht als ein wesentliches Material ihrer künstlerischen Praxis verstehen und zugleich an Hochschulen lehren, diskutieren in regelmäßigen Abständen und an wechselnden Orten den Stand von Ausstellung und Rezeption, Forschung und Lehre von Licht in der Bildenden Kunst.

Termine

6. bis 8. April 2016
Wien, Universität für Angewandte Kunst: Lichtkunst und Architektur
Prof. Brigitte Kowanz und Prof. Dr. Michael Schwarz

6. bis 7. November 2015
Saarbrücken, Hochschule der Bildenden Künste Saar
Prof. Bettina Catler-Pelz, Prof. Daniel Hausig, Prof. Dr. Michael Schwarz

19. bis 20.Februar 2015
Hamburg, Hochschule für Angewandte Wissenschaft und Kunst / Lichtcampus 2015
Prof. Bettina Catler-Pelz, Prof. Roland Greule, Prof. Daniel Hausig

12. bis 13.6.2014
Saarbrücken, Hochschule der Bildenden Künste
Prof. Bettina Catler-Pelz, Prof. Daniel Hausig

LIFA Archive
Die aktuellen Entwicklungen von Licht als Material und Medium der Bildenden Kunst stellt an Hochschulen mit künstlerischen, kuratorischen oder wissenschaftlichen Schwerpunkten spezielle Anforderungen. Hierzu entwickelt das Forschungsnetzwerk einen neuen, integrativen Handlungsansatz. Hochschul-übergreifend wird eine Internet-basierte Datenbank mit Text-, Bild- und Dokumentationsmaterial aufgebaut, die neue Lehrformate und kooperative Arbeitsformen in Forschung und Lehre ermöglicht. dabei arbeiten Hochschulehrer_innen verschiedener Disziplinen und verschiedener Hochschulen zusammen, um eine hohe Ausdifferenzierung zu ermöglichen.